Vermisstenfälle

Medina S.

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Kurzfassung:

Kimberley S. aus Nied hat ihre Tochter Medina (2) seit über 4 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr Ex-Freund soll das gemeinsame Kind ins Ausland verschleppt haben.
Bis heute gibt es keine Information wo sie sich befinden könnte.

Zusammenfassung:

Kimberley S. (19) hätte die erste Kerze ihres Adventsgestecks gern zusammen mit ihrer Tochter Medina (2) angezündet. Die junge Mutter aus Nied hat ihr Kind aber schon seit Freitag, dem 20. November 2015, nicht mehr gesehen. An diesem Tag holte ihr Ex-Freund Mohamed M. (32), Medinas leiblicher Vater, das Mädchen wie ausgemacht von der Krabbelstube ab. Nach dem Papa-Wochenende brachte er es jedoch nicht wieder zur Mutter zurück. Stattdessen schrieb er ihr über den Internetdienst WhatsApp, dass er mit dem Kind in Belgien sei. Dann brach er den Kontakt ab.

Kimberley S., die das alleinige Sorgerecht für Medina hat, erstattete Strafanzeige im Frankfurter Polizeipräsidium. Das erfuhr Mohamed M. offenbar: Am vergangenen Freitag, so berichtet die Mutter, habe sie einen anonymen Anruf erhalten. Eine Stimme nahm Bezug auf die Anzeige und sagte: „Du wirst schon sehen, was ich mit deiner Tochter mache.“ Jetzt befürchtet Kimberley S., dass ihr Ex-Freund die gemeinsame Tochter nach Marokko bringen möchte. „Gegenüber Bekannten hat er gesagt, dass er Medina muslimisch erziehen will“, erzählt die Mutter.

Mohamed M. meldet sich bei seiner Ex-Freundin trotz zahlreicher Kontaktversuche nicht zurück. In der Hoffnung, Hinweise auf Medinas Aufenthaltsort zu erhalten, stellten die Mutter und ihre Angehörigen Aufnahmen des Mädchens bei Facebook ein: Auf einem Foto ist die Kleine verschmitzt auf dem Arm ihrer Mama zu sehen, auf einem anderen blickt sie – eingepackt in Winterjacke, Mütze und Schal – etwas skeptisch in die Kamera. „Medina ist ein lebensfrohes, überhaupt nicht menschenscheues Kind“, sagt Kimberley S. In die Krabbelgruppe sei die Kleine immer gern gegangen, „sie hat sich morgens sogar allein Schuhe geholt, weil sie hinwollte“.

Fotos von Mohamed M. und seinem Vater haben Kimberley S. und ihre Angehörigen ebenfalls veröffentlicht. Die beiden Männer sind wahrscheinlich zusammen mit Medina unterwegs. „Der Vater meines Ex-Freunds ist erst vor kurzem aus Marokko gekommen, angeblich zu Besuch“, sagt die Mutter. Dass hinter dem Besuch der Plan steckte, Medina nach Marokko zu verschleppen, ist ihre größte Sorge. „Ich bin am Ende und will nur mein Kind zurück“, sagt Kimberley S. Sie ist sicher: „Wenn Medina erst in Marokko ist, dann war’s das für mich – denn dort habe ich als Frau und Mutter überhaupt nichts zu melden.“

Fahndung der Polizei
Die Frankfurter Polizei hat nach der Strafanzeige Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kindesentziehung aufgenommen. Polizeisprecher André Sturmeit sagte gestern, dass länderübergreifende Fahndungsmaßnahmen eingeleitet worden seien. Parallel dazu bemühe sich die Kripo, Kontakt zum Vater aufzunehmen. Wenn Kinder im Spiel sind, sei die Polizei immer besonders aufmerksam: „Wir tun alles, damit die Mutter ihr Töchterchen wiederbekommt.“
Kimberley S. berichtet, dass ihr Ex-Freund einige Monate nach Medinas Geburt nach Marokko verschwunden sei. Ein halbes Jahr lang habe sie nichts von ihm gehört. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland habe Mohamed M. dann plötzlich wieder den Kontakt zur Tochter gesucht. „Ich fand das in Ordnung, weil er nett zu Medina war und es doch gut ist, wenn ein Kind seinen Vater hat.“ Seit Sommer sei Medina jedes zweite Wochenende bei ihrem Papa gewesen. „Er hat sie meistens am Freitag aus der Krabbelstube abgeholt und am Sonntagabend wieder zu mir gebracht“, berichtet die Mutter. „Dass er mir die Kleine wegnehmen würde, hätte ich nie gedacht, ich habe ihn nicht so eingeschätzt.“
Kimberley S. ist froh, dass sie bei ihrer Mutter wohnt und einen neuen Freund hat. Die beiden und viele andere Angehörige helfen ihr dabei, durch die schwere Zeit zu kommen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Auf Facebook ist ihre „Vermisstenanzeige“ schon viele 1000 Mal geteilt worden, die Anteilnahme ist riesig: „Mir kommen die Tränen! Das wünsche ich nicht mal meinem größten Feind! Bleib stark, bald ist sie wieder bei dir!“, schreibt eine Nutzerin. Eine andere rät, mit einem Herzchen dahinter: „Bleib stark für deine Maus!“
Die Mutter möchte schon stark sein, gibt aber zu, dass es ihr schwerfällt: „Ich will nicht, dass Medina mich vermisst“, sagt sie traurig. Die Vorstellung, dass ihre „Maus“ an Weihnachten nicht da ist, kann sie kaum ertragen.

Quelle: http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Mutter-sucht-verzweifelt-ihr-Kind;art675,1727846

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